TECHNIK

Wie funktioniert kathodischer Korrosionsschutz?

Beim kathodischen Korrosionsschutz wird die Stahlbewehrung im Beton mit einem aktiven, geringen elektrischen Gleichstrom vor weiterer Korrosion geschützt. Dazu werden Anoden im oder auf dem Beton installiert, welche mit der bestehenden Bewehrung ein elektrisches System bilden, welches den elektrochemischen Prozess der Korrosion nahezu stoppen kann.

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Anoden und Bewehrung

Als Anoden kommen speziell beschichtete Titananoden zum Einsatz. Je nach Bauwerk und gewünschter Schutzwirkung verwenden wir Band-, Netz- oder Stabanoden. Band- und Netzanoden werden auf der Betonoberfläche installiert, Stabanoden in Bohrlöcher eingesetzt.
Die Anoden werden mit dem Pluspol der Gleichspannungsquelle verbunden. Die elektrisch durchverbundene Stahlbewehrung wird am Minuspol angeschlossen und bildet die Kathode. Durch die Wahl und Anordnung der Anoden können unterschiedliche Bereiche und Bewehrungslagen gezielt geschützt werden.

Ein geringer Strom schützt dauerhaft

Zwischen den Anoden und der Bewehrung fliesst durch die Restfeuchte im Beton ein schwacher elektrischer Schutzstrom, welcher den Korrosionsströmen am Eisen entgegenwirkt. Er verändert die elektrochemischen Vorgänge an der Bewehrung so, dass die Korrosion auf ein vernachlässigbar geringes Mass reduziert wird. Für diesen Vorgang ist nur sehr wenig Energie erforderlich. Der Schutzstrom wird während der gesamten vorgesehenen Nutzungsdauer des Systems aufrechterhalten.

Überwachung und Betrieb

Zusätzlich zu den Anoden werden Sensoren im Beton installiert. Sie ermöglichen eine optimale Einstellung der Anlage, sowie Monitoring und Dokumentation der Wirkung des KKS-Systems.
Strom, Spannung und weitere Messwerte können vor Ort und über eine Fernüberwachung kontrolliert werden. Die Funktion der Anlage wird je nach Bedürfnis monatlich oder quartalsweise überprüft und erfasst. Im Rahmen eines jährlichen Berichts beurteilen wir die Schutzwirkung und dokumentieren den Zustand der Anlage.